KLAUS MUSS RAUS! - 17. September Coming out!


Interview mit Klaus* Wowereit

Frage: Hallo Klaus. Die Wahlen stehen kurz bevor. Wie sieht ihr Fazit nach fünf Jahren Regierungsarbeit in Berlin aus?

Klaus: Ich denke, dass wir durchaus mit Stolz auf das zurückblicken können, was wir in den letzten Jahren erreicht haben. Ein Aufwärtstrend ist deutlich erkennen. So stiegen Schulden, wie auch die Anzahl der Arbeitslosen kontinuierlich. Ebenso erhöhen sich die Zahl der Schlaglöcher, so wie die der abwanderenden Unternehmen.

Frage: Berlin war bei der Pisa-Studie abgeschlagen auf einem der hinteren Plätze. Bei den Schulabgängern zeigt sich häufig eine fehlende Vorbereitung auf den Beruf. Wie soll dieses Problem ihrer Meinung nach angepackt werden?

Klaus: Das Problem der Berufvorbereitung wird sich in Berlin bald nicht mehr stellen, wenn wir weiterregieren, da unsere Politik kontinuierlich darauf abzielt private Unternehmen zu verjagen, für staatliche fehlt uns derzeit allerdings das Geld.

Frage: Nach den entsetzlichen Vorfällen an der Rütli-Schule wie einigen anderen Berliner Schulen kam das Thema der Einheitsschule wieder auf. Vertritt Ihre Partei immer noch diese Forderung.

Klaus: Nein, davon sind wir mittlerweile weggekommen. Uns wurde schlüssig dargelegt, dass manche Schüler wirklich „unbeschulbar“ sind. Wir wollen diese nun konzentriert im Norden der Stadt in der Martin-Luther-King-Hauptschule abladen.

Frage: Wieso haben Sie gerade diese Schule in Heiligensee ausgesucht.

Klaus: Reinickendorf wird derzeit nicht von der SPD regiert. Unsere Analysten haben festgestellt, dass dort das Bildungsniveau auf einem für unsere Politik zu hohen Stand ist. Zudem fühlen sich die Bürger in ihrer bürgerlichen Umgebung zu sicher und zu wohl. Indem wir nun die gewalttätigen Problemschüler und Sexualstraftäter aus ganz Berlin in dieser Region konzentrieren, schaffen wir auch dort die Basis, um die von uns angestrebte Gleichheit aller zu erreichen.

Frage: Bleiben Sie in der Koalition mit der DieLinke.PDS oder sind Sie bereit auch mit anderen Parteien Gespräche zu führen?

Klaus: Wir werden keine Gespräche mit anderen Parteien aufnehmen. Sondern im Gegenteil unsere Koalition mit der SED (Anm.d.Red.: gemeint PDS) stärken und streben eine Fusion beider Parteien nach dem Vorbild von Pieck (KPD) und Grotewohl (SPD) an (Anm.d.Red. 1946 zusammenschluß von spd und kpd zur sed).

Frage: Dabei gilt ihr Koalitionspartner nach einigen Ausrutschern in letzter Zeit als umstritten. Vor allem die Aüßerungen des Kultursenators Flierl in Hinsicht auf die Opfer des DDR- Regimes (SED ähm... PDS ähm… Linkspartei) haben für Unruhe im Parlament gesorgt.

Klaus: Das ist doch alles nur Propaganda. Es gibt keinen zuverlässigeren Partner als die Linkspartei. Wir dürfen uns durch nichts dabei stören lassen hier in Berlin mit der Zeit das sozialistische Gesellschaftsmodell aufzubauen.

Frage: Sie sind bei Ihren politischen Gegnern als Partymeister verschrien, wie stehen Sie zu diesem Vorwurf?

Klaus: Das ist ein Vorwurf? Ich hatte es immer als Lob aufgefasst.

Frage: Es geht darum, dass darunter womöglich ihre Arbeit als Bürgermeister leidet.

Klaus: Auch das Feiern ist Teil meiner Arbeit. Nun gut derzeit macht es sicherlich den größten Teil aus. Doch dieser schrumpft immer weiter und wird auch in Zukunft weiter reduziert, denn ich sorge dafür, dass es in Berlin bald keinen Grund mehr zum Feiern gibt.

Frage: Und wie sieht die Planung für die nächsten fünf Jahre aus?

Klaus: Alles soll so bleiben wie es ist. Ach eins könnte doch noch sein. Ich werde wohl ein wenig später aufstehen damit ich Abends länger machen kann. Die Wähler wollen das ja so.


*Hinweis: Das fiktive Interview als Satire führten Alexander Liebig und Sven Cybulski.



Presseberichte und Artikel:
» Bericht & Fotos von der 2. "Klaus muss raus!"-Aktion in Reinickendorf-Ost (28. August 2006, JU Reinickendorf)
» Wenn Männer kernig Süßholz raspeln (27. August 2006, Welt am Sonntag)
» Bericht & Fotos von der 1. "Klaus muss raus!"-Aktion in Berlin-Tegel (24. August 2006, JU Reinickendorf)


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